Hansestadt Stralsund, gegründet 1234

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Vor 27 Jahren – zum 750. Jubiläum seiner Stadtgründung – begrüßte die Hansestadt Stralsund in einem speziellen Geleitbrief besonders die durchreisenden Gäste in der Stadt. Seit der Wende jedoch haben sich die Durchreisenden zu richtigen Gästen gemausert – man reist nicht mehr nur durch Stralsund, sondern man bleibt und übernachtet gern. Wer heute auf die Insel Rügen möchte, nutzt zwar gleich die Umgehungsstraße, kommt aber in jedem Fall als Tagesgast wieder nach Stralsund zurück. Es hat sich einiges seit 1984 in der Stadt verändert – zum Vorteil, wie allerorts deutlich sichtbar ist. Ganze Straßenzüge sind restauriert, Baulücken geschlossen und imposante Bauwerke entstanden. Und: Die Stralsunder sind zunehmend stolz auf ihre Stadt. Es gibt also einen Grund zum Feiern: „775 Jahre Stralsund und noch kein bisschen müde“ – genau das soll sich im Jubiläumsjahr 2009 zeigen, welches ganz im Zeichen der 775 steht. Unterschiedlichste Veranstaltungen würdigen die magische Zahl und bedeutende Ereignisse der Vergangenheit. Aber was dürfen die Stralsunder und ihre Gäste konkret erwarten€ Kann denn wirklich gefeiert werden in Zeiten knapper Kassen und Finanzkrise€ Es kann und es muss gefeiert werden! Schließlich wollen die Stralsunder auch nach außen Entwicklung ihrer Stadt sind. Höhepunkt des Jubiläumsjahres sind die Festwochen, die am 24. Juli mit den Wallensteintagen beginnen und am 9. August mit dem Konzert der Stralsunder Kirchenglocken enden. Die erste zeigen, was sie geschaffen haben und wie stolz sie auf die so positive Festwoche widmet sich dem Thema des mutigen Widerstands der Stralsunder gegen die Wallensteinsche Belagerung. Alle Stralsunder sind aufgerufen, sich aktiv am Festumzug zu den Wallensteintagen zu beteiligen. Schließlich soll demonstriert werden, wie Stralsunds Bürger über Jahrhunderte hinweg Geschlossenheit gezeigt haben, wenn es um das Schicksal ihrer Stadt ging. Wer sich selbst kein Kostüm nähen kann, darf dafür auf den Fundus des Theaters zurückgreifen. Dabei sein ist alles! Das zweite Wochenende steht im Zeichen der Big Bands. Zu Gast ist unter anderem die Engelholm Big Band aus Schweden – natürlich in Erinnerung an die gemeinsame schwedische Vergangenheit. In der Samstagnacht des 1. Augusts wird der Alte Markt zu einer großen Bühne für alle Big-Band-Musiker. Die historischen Häuser werden den Schallwellen dann sicherlich genauso trotzen, wie sie den Kriegen und der Erosion der Jahrhunderte standgehalten haben. Den Klassikliebhaber erwartet man an diesem Samstagabend in der Schiffbauhalle der Volkswerft. Dort führt das Ensemble des Theaters Vorpommern an einem außergewöhnlichen Konzertort die „Carmina Burana“ von Carl Orff auf. Ab Sonntagmittag findet außerdem noch ein musikalisch begleiteter Big-Band-Brunch mit delikaten Angeboten für jeden Appetit und Geschmack statt. Am 8. August führt die Lange Nacht des offenen Denkmals durch denkwürdige 775 Jahre Stralsunder Geschichte. Wie viel Abwechslung und Unterhaltung eine bewegte Vergangenheit zu bieten hat, wird so manchen Lange-Nacht-Besucher in Erstaunen versetzen. Jahrhunderte und Epochen werden mit den unterschiedlichsten Stilmitteln kurzweilig, informativ und eindrucksvoll wieder zum Leben erweckt. Vormerken sollte man sich jeweils auch die drei Samstage der beiden Festwochen, wenn das Rathaus nachts spektakulär inszeniert wird. Am 25. Juli lässt ein Barockfeuerwerk das Rathaus erstrahlen und jeweils um die Mitternacht des 1. und 8. Augusts erleben die Stralsunder und ihre Gäste eine ungewöhnliche Inszenierung des gotischen Bauwerks. Ein Kirchenglockenkonzert, welches liebevoll für die fünf Stralsunder Kirchen komponiert wurde, lässt die Festwochen am 9. August ausklingen. Der Monat September steht im Zeichen des Buches. In der zweiten und dritten Septemberwoche liest ganz Stralsund „Die Stralsundischen Geschichten“ von Rudolf Baier. Öffentlich verlesen werden sie von prominenten Stralsundern und bekannten Persönlichkeiten, die sich der Hansestadt verbunden fühlen. Das Besondere daran: Einige der Erzählungen werden teilweise dramatisch oder mit Musik und Tanz an den Originalschauplätzen in Szene gesetzt.

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