Winter auf Rügen

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Wer nur im Sommer auf Deutschlands größte Insel reist, hat eigentlich etwas versäumt. In der kalten Jahreszeit ist ein Besuch auf Rügen noch viel erholsamer als im Sommer.

Es ist herrlich im Winter auf Rügen, wenn man sich mit derlei Inselhistorie befassen kann. Wenn das Handtuch eingerollt, der letzte Sand aus dem Polohemd geschüttelt und das letzte Salzwasser aus den Augen gewaschen ist und endlich der schwarze Rollkragenpullover, der neue rote Schal und die blaue Windjacke, die seit zwei Jahren ungenutzt im Schrank hängt, herausgenommen und zur Winterfrische auf Deutschlands größte Insel mitgenommen werden.

Der feine Sand von Binz knirscht unter den Stiefeln, als wir uns an unserem ersten Tag auf den Weg machen. Die Prorer Wiek, wie diese Bucht heißt, schmiegt sich von der Halbinsel Jasmund mit ihren berühmten Kreidefelsen bis zum Ende der Granitz, einem im Hinterland von Binz verlaufenden, 1000 Hektar großen Waldgebiet. Der blaue Himmel trägt ein milchiges Weiß, als sei die Farbe aus den fröhlich vor sich hintreibenden Wolken ausgelaufen.

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